Geschichte der AnkerGemeinde

Hier soll der Versuch unternommen werden, die Geschichte der SV in Sulzdorf zu erforschen.
Die hier dargestellten Fakten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Die älteste Gemeinschaft die es heute innerhalb der SV gibt, entstand in Fellbach durch den Prediger Giebler der Stunde im Haus Aldinger hielt.
Die Haller SV Wurzeln gehen auf den Bahnbeamten Wilhelm Schnell zurück, der einen Gebetskreis um sich geschart hatte, mit dem er sich wöchentlich im Brenzhaus traf. Dieser Kreis war es, der im November 1922 eine Evangelisation im Haller “Rittersaal” organisiert hatte. Der Beginn der Haller SV.

Verschiedene Hausgemeinschaften im Haller Umland waren schon zuvor durch das Wirken von Georg Giebler entstanden.
Auch in Sulzdorf war durch den Dienst des Bruder Junger (Bad Canstatt) bereits vor 1922 eine Hausgemeinschaft entstanden.

Nach mündlicher Überlieferung traf sich die Gemeinschaft bei der Familie Leipersberger (Kaltenberg 20).
Folgende Namen werden in der Anfangszeit unserer Gemeinschaft genannt:
– Friedrich Schierle
– Laidig
– Georg Lederer
– Hermann Hetz (Matheshörlebach)
– Karl Nieß (Dörrenzimmern)
– Ernst Wurst
– Konrad Schumann
– Karl Zimmer
– Hessenthaler

Im Januar 1922 wurde im Rittersaal (SHA, heute Kaufhaus Woha) der SV Bezirk Schwäbisch Hall gegründet.

In den Pfarrberichten finden sich noch Notizen des Pfarrers Hermann Bazlen zur Visitation 1932.
Diese ist schwer lesbar, dürfte aber so lauten:
“[Die Südd[eutsche] Gemeinschaft (entstand im Anschl[uß] an e[ine] kirchl[iche] Ev[angelisation] durch Miss[ionar] Glöckel 1924) im Haus v[on] Heinr[ich] Leibersberger, etwa 10 Familien u[nd] [einzelne] ältere u[nd] jüngere Leute, zus[ammen] 25-42 P[ersonen], treue Kirchgänger, Hauptsprecher 1 Obersekr[etär] v[om] Bahnhof, alle 14 Tage noch 1 Bruder v[on] Hall od[er] Crailsheim, k[ein] Jugendbund mehr.”

Da die Gemeinschaft wuchs, entstand die Notwendigkeit, sich aussserhalb der Wohnstuben an einem zentralen Ort zu treffen.
Die Familie Schierle schenkte den Bauplatz auf ihrem Anwesen und Bruder Leonhard Kenntner (Oberinspektor beim Straßen- und Wasserbauamt in Hall) übernahm den Bau des Saales.
Anfang 1933 war es dann soweit, das “Säle”, als erstes Gebäude unserer Gemeinschaft in Sulzdorf, wurde eingeweiht.

1936 findet sich im Pfarrbericht zur Visitation in Sulzdorf zur Süddeutsche Gemeinschaft folgendes:

II. Besondere Erscheinungen auf dem religiösen Gebiet
1. Als einzige kirchliche Gemeinschaft hat die Süddeutsche Gemeinschaft 30-40 Mitglieder.
Vor 3 Jahren hat sie einen Saal gebaut für 100-120 Leute, seither haben sich etliche von der Gemeinschaft das Kirchgehen noch mehr abgewöhnt, während andere allerdings jeden Sonntag in der Kirche sind.
Neuerdings haben sie in Matheshörlebach, wo in einem Bauernhaus auch Stunde gehalten wird, auch von Bauernfamilien mehr Zuzug und sind wohl im Ganzen in den letzten Jahren etwas gewachsen.
Ein Jugendbund besteht aber nicht mehr.
Diesen Winter war ein Bibelkurs, von einem Missionar in Urlaub gehalten, wie ja jedes Jahr Evangelisation oder Bibelkurs veranstaltet wird. Es wurde mir angezeigt, ohne das Ansinnen, meine Bibelstunden ausfallen zu lassen. Trotzdem bleiben nun die 2 süddeutschen Mitsänger im Kirchenchor da weg unter Hinweis darauf, daß ich keine Rücksicht auf ihren Bibelkurs genommen habe. Besucht habe ich den Bibelkurs auch nicht, auch sonst komme ich nicht in ihre Zusammenkünfte.
Jedes Jahr halten sie eine besondere Erntedank- und Christtagsfeier für weitere Kreise, wobei Ärmere beschenkt werden.

Im Krieg wurde der Saal als Schule genutzt.
Während der Bombardierung Sulzdorfs 1945 war der Saal durch einen in der Nähe brennenden Schuppen bedroht, konnte aber gerettet werden.
Nach dem Krieg diente unser Saal auch den Sulzdorfer Katholiken als Treffpunkt, als Notunterkunft und später als Wagnerwerkstatt (Herr Kreter).
1947 wurde er dann wieder als Gemeindesaal der SV genutzt.

Der Weg vom alten Gemeindesaal hin zum heutigen Anker

In 1992 Erste Gedanken über einen eventuellen Neubau
12.1993 Hurra. 50.000 DM sind gespendet
27.05.1993 Die erste Bausitzung findet statt.
Vorentwurf für das Bauvorhaben wird von Architekt Philipp vorgestellt.
24.12.1993 Öffentliches Baugesuch wird beim Baurechtsamt zur Genehmigung abgegeben.
April 1994 Abriß des alten Gemeindesaal in Eigenarbeit
08.04.1994 Baugenehmigung wird erteilt
03.05.1995 Die Firma Scheib beginnt mit dem Aushub
10.05.1995 Beim Aushub ist eine Felsschicht zu Tage gekommen.
Ein Geologe muß die Gesteinschichten prüfen
und verlangt stärkere Fundamente
24.08.1994 Erster kleiner Unfall während der Bauzeit
26.08.1994 Richtfest
03.09.1994 Ganzes Dach wird an einem Tag gedeckt
24.09.1994 1.000 freiwillige, unbezahlte Helferstunden
30.11.1994 Fenster werden eingebaut
03.12.1994 Wurde im Saal eine Unterkonstruktion für die gewölbte Decke gemacht.
07.01.1995 Prototyp von Rundbogen Tonnendecke wird in Eigenarbeit konstruiert.
Jan.-April 1995 Blaue Holzverschalung Außenfassade wird angebracht
Mai-Sept. 1995 130 qm Wandfließen, sowie 150 qm Bodenfließen werden verlegt und ausgefugt
Sept. 1995 500 qm Pflaster und Treppenbeläge im Außenbereich werden im Endspurt verlegt
03.10.1995 Einweihungsfeier

In Eigenleistung wurden in ca. 3.200 Helferstunden

Zimmererarbeiten, Elektroarbeiten, Sanitär, Trockenbau (Rigips…), Plattenlegen, Schlosserarbeiten, Dackdecker, Flschner, Malerarbeiten, Pflasterarbeiten und Gartenanlage, Isolierung, Estrichvorarbeiten, Türeneinbau
geleistet



Baubeginn für den “Anker”
 war im Mai 1994, am 03.Oktober 1995 wurde dann die Einweihung gefeiert. Die Kosten waren auf 1,1 Millionen DM projektiert. Durch die hohe Eigenleistung konnte der Preis um runde 400 000DM auf etwa 750 000DM gedrückt werden. Diese gemeinsame Arbeit am “Anker” hat die Gemeinschaft in der Gemeinde gestärkt.

Anfang 1999 bekam Sulzdorf mit Friedemann Rau seinen ersten hauptamtlichen Prediger!
Im Oktober 1999 erschien die die dritte und leider auch letzte Ausgabe der Zeitschrift “Ankernews”. Darin findet sich folgendes Interview zu Rau’s

August 2002 wurde Friedemann Rau als geschäftsführender Prediger nach Ulm versetzt.

Als sein Nachfolger kam im September 2002 Tobias Gross. Im folgenden Jahr kam dann seine Antje nach, so dass am 14.6.2003 Hochzeit gefeiert werden konnte.

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In den kommenden Jahren bis 2009 gab es viel Arbeit, manch bitteres zu schlucken, aber auch viel Grund dankbar zu sein. Aus zwei “Grossen” wurden vier.
August 2009 wurde Tobi in den Bezirk Böblingen als Jugendpastor versetzt.

Im September 2009 kammen Renate und Christoph Bauer.

Am 16.Februar 2014 wurde der seit 3 1/2 Jahren ruhende EC mit einer EC Mitgliederaufnahme wieder aktiviert.

2015 wird mit verschiedenen Veranstaltungen “20 Jahre Anker” gefeiert.

Am 15.Juli 2018 wurde Christoph Bauer als Sulzdorfer Pastor verabschiedet. Er, Renate und die Kinder Jamie, Joshua, Lucia, Mia und Benji Hannes bleiben erst einmal in Sulzdorf.

Am 16.September 2018 wurde Daniel Meerbott als Gemeinschaftspastor eingesetzt.

Aufgrund der Corona Pandemie fanden ab März 2020 keine Gottesdienste mehr im Anker statt. Stattdessen wurden teils Samstabends open-Air Gottesdienste auf der Ankerwiese gefeiert, teils nutzte man den Lievestream des Gottesdienstes aus der Glocke.
Ab Oktober 2020 fanden dann die Gottesdienste der AnkerGemeinde in der Ballsporthalle des TSV statt. Dort konnte aufgrund des großen Platzangebotes der Gottesdienst unter Einhaltung der Hygieneregeln gefeiert werden.
Da sich die Pandemie im Landkreis Schwäbisch Hall schlecht entwickelte, wurde am 28.03.2021 der erste Zoom Gottesdienst gefeiert.

Am 07.Dezember 2025 feiern wir das 30 jährige Bestehen des Anker (Gebäude).

Hier findest du einiges zur Geschichte der SV

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